Französisches Gerichtsurteil: Elektromagnetische Strahlung als medizinischer Grund für Erwerbsunfähigkeitsrente anerkannt

Das Gericht für Streitfälle bei Erwerbsunfähigkeit in Toulouse (TCI) hat in erster Instanz am 8. Juli 2015 einer 39-jährigen Frau den Anspruch auf eine Behindertenrente infolge Elektrosensibilität aus medizinischen Gründen anerkannt. Das Urteil verweist auf das „Syndrom der Hypersensibilität gegenüber elektromagnetischer Strahlung“ und präzisiert: „Die Beschreibung des Krankheitsbildes ist unwiderlegbar“. Die Erwerbsunfähigkeit der Klägerin Marine Richard wurde vom Gericht auf 85% festgesetzt.


Die EU fordert strahlungsarme Regionen, ebenso die europäische Umweltagentur, die WHO stufte EMF als potentiell krebserregend ein, Handyhersteller raten in ihren Produkthinweisen davon ab, das Telefon ans Ohr zu halten, Frankreich verbietet Handys und WLAN in Kindergärten, Belgien will jetzt Kindern unter 6 Jahren das Handy auf Grund der elektromagnetischen Strahlung verbieten, die Österreichische Ärztekammer hat eine Leitlinie zur Elektrohypersensibilität (EHS)-Behandlung herausgegeben, in Italien erhält ein Mann höchstrichterlich Schadensersatz wegen Krebs durch Handystrahlung… europaweit werden die Warnungen deutlicher. Studienergebnisse mit entsprechenden Ergebnissen gibt es hundertfach, selbst bei „Jugend forscht“ ist in diesem Jahr ein Beitrag erschienen, der Mutationen bei Zellgewebe durch Handystrahlung entdeckt hat.  Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information hat die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme ICD-10 2013 veröffentlicht. Mit dem neuen ICD-10 Code Z57.1 (berufliche Expositionen gegenüber Strahlung) und Z58.4 (Expositionen gegenüber Strahlung) können Ärzte mit den Krankenkassen EHS-Behandlungen abrechnen. Es gibt also keinen Grund zur Entwarnung

 

Mobilfunksendeanlagen gehören nicht in Wohngebiete

Wir sind der Auffassung, dass Mobilfunksendeanlagen nicht in Wohngebiete und sensible Bereiche wie die räumliche Nähe zu Kindergärten, Seniorenheimen und Krankenhäusern gehören.

Sind wir Technikverhinderer?

Technologischer Fortschritt ist gut, wenn er den Menschen hilft und gesundheitsverträglich ist. Was sich hier gerade in der Forschung tut, ist enorm und kann die Mobilfunk-Problematik, die durch elektromagnetische Felder entsteht, fast ausschließen. Da geht ein Licht auf... Lesen Sie hier.