Datenübertragung mit Licht

Wäre es nicht wunderbar, wenn man endlich mobil telefonieren könnte ohne ein schlechtes Gewissen aufgrund der Strahlenexposition zu haben? Ohne gesundheitliches Risiko das Handy ans Ohr halten? Und auch mobil ins Netz zu gehen und das bis zurzeit 800 Mbit/s superschnell ganz ohne Elektrosmog?

 

Seit vielen Jahren forscht unter anderem das Fraunhofer Institut intensiv, um Datenübertragung kabellos per Licht zu übertragen. Auch der Physiker Harald Haas, der das Forschungsprojekt VLC an der Universität Edinburgh leitet, beschäftigt sich seit Langem mit der Übertragungstechnik. Schon jetzt funktioniert das optische WLAN, auch VLC (Visual LightCommunication) genannt, unter Laborbedingungen einwandfrei und das mit beeindruckenden 800 Mbit pro Sekunde. Zurzeit wird an der Marktreife gearbeitet. Schon 2015 soll es soweit sein. Dabei soll ein USB-Stick ausreichend sein die nötigen Lichtsignale zu erreichen. Für Smartphones sind entsprechende Chips in der Entwicklung. Forscher gehen davon aus, dass die VLC Technologie bereits in fünf Jahren als Mainstream-Technologie anerkannt ist. Das optische WLAN verursacht keine Störsignale, sodass man es in sensiblen Räumen, wie Krankenhäusern und Flugzeugen bedenkenlos einsetzen kann. Weitere Vorteile sind zum Beispiel die Möglichkeit parallel mehrere Systeme laufen zu lassen. Es ist außerdem kostengünstig, da nur geringe Umbaukosten anfallen. Fotozellen sind schon heute in der Anschaffung sehr günstig.

Chinesen surfen schon bald mit Licht

Dank der futuristischen Technik Li-Fi könnten chinesische Internetnutzer demnächst in der Lage sein, via LED-Glühbirne online zu gehen. Das Konzept ist von Forschern der Fudan Universität in Shanghai http://fudan.edu.cn entwickelt worden und soll das bisher übliche Wi-Fi kosteneffektiv ersetzen. Den Forschern zufolge können mithilfe dieser Technologie sogar vier Computer mit einer Ein-Watt-LED-Glühbirne Internet empfangen.

 

 

http://www.pressetext.com/news/20131021018