Baumschäden durch Mobilfunk

Zeichnung von Dipl. hort.Dr. phil.nat. Aloys Bernatzky, 1986
Zeichnung von Dipl. hort.Dr. phil.nat. Aloys Bernatzky, 1986
Artikel aus Umwelt-Medizin-Gesellschaft 03/2013
Baumschäden um Mobilfunksendeanlagen_umg
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Baumschäden im Umkreis von Mobilfunksendeanlagen

Cornelia Waldmann-Selsam und Horst Eger

Zusammenfassung

Anlässlich ärztlicher Hausbesuche bei erkrankten Anwohnern von Mobilfunksendeanlagen fiel ab dem Jahr 2005 auf, dass häufig gleichzeitig mit den Krankheitssymptomen der Menschen auch Veränderungen an den Bäumen im Umkreis (Krone, Blätter, Stamm, Äste, Wachstum) aufgetreten waren. Laub- und Nadelbäume sowie Sträucher aller Arten waren betroffen. Bei Erkrankungen von Bäumen wird die Diagnose weder durch psychische Einflüsse noch durch Ortswechsel erschwert. Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder (Radar, Richtfunk, Rundfunk, Fernsehen) auf Pflanzen wurden im Verlauf der letzten 80 Jahre wissenschaftlich nachgewiesen. Ab 2005 wurde die Wirkung der beim Mobilfunk verwendeten, modulierten hochfrequenten EMF auf Pflanzen in Laborexperimenten untersucht. Mehrere Forschergruppen veröffentlichten Effekte auf Keimung, Wachstum und Zellstoffwechsel. Über den Gesundheitszustand von Bäumen im Umkreis von Mobilfunksendeanlagen liegen erst wenige Veröffentlichungen vor. Diese weisen auf schädigende Einflüsse hin. Daher wurde zwischen 2007 und 2013 der Zustand von Bäumen an 620 Mobilfunkstandorten dokumentiert. Im Funkschatten von Gebäuden oder anderen Bäumen blieben die Bäume gesund. Im Strahlungsfeld der Sendeanlagen hingegen wurde das Auftreten von Baumschäden beobachtet. Einseitig beginnende Kronenschäden auf der Seite, die dem Sender zugewandt ist, stellen ein weiteres, starkes Indiz für einen kausalen Zusammenhang mit Hochfrequenzimmissionen dar. Im Folgenden werden Beispiele von Kronenschäden und von vorzeitiger Blattfärbung dargestellt. Die Autoren halten die wissenschaftliche Überprüfung dieser Beobachtungen für dringend notwendig.


Bericht aus Hildesheim, Niedersachsen

Mobilfunk und Bäume

Immer mehr Stadtbäume verdorren (sbr) Das Baumsterben in den Städten nimmt zu. Deutlich verschlechtert hat sich der Zustand der Linden und Birken am Moritzberg, auf die Moritz vom Berge im letzten Herbst hinwies (siehe www.moritzvomberge.de, Ausgaben Oktober und November 2012). Einige der Bäume, die 2012 als „wenig vital“ eingeschätzt wurden, haben nun kaum noch Blätter, andere sind verschwunden – sie wurden gefällt. Weiter unter...

http://www.moritzvomberge.de/ausgaben/242/01_mobilfunk.html


Messungen 2013 in Künzell

Eibe in Künzell, Fulda, mit Sichtkontakt zu einem Sender. Der Sender zugewandten Seite wurden 1790 µW/m² gemessen. Braune Stellen sind deutlich sichtbar. Bei der abgewandten Seite wurden 110 µW/m² gemessen. Die Zweige waren unbeschädigt.

Messung beim Kindergarten in Dipperz

Kindergarten Dipperz, April 2013
Kindergarten Dipperz, April 2013
Messung Kindergarten, April 2013
Messung Kindergarten, April 2013

Die Birke beim Kindergarten in Dipperz ist in Richtung des HF-Senders deutlich geschädigt. Es wurden in Richtung des Senders 1.180 µW/m² gemessen.

Bilddokumente Rhöner Baumschäden

Bildmaterial von Frau Dr. Waldmann-Selsam zur Verfügung gestellt.