Datenschutz

Digitalismus: Gefangen und manipuliert im mobilen Dauerstress. Einige Auswirkungen von Industrie 4.0. auf Privatsphäre, Psyche & Gesundheit.

Die NSA bespitzelt die ganze Welt, der BND forscht deutsche Unternehmen für die US-Regierung aus, Kanzlerin Merkel setzt bei der EU durch, dass von jedem Bürger eine digitale Profilierung erstellt und mit diesen Daten gehandelt werden darf. Smartphone, Tablets und das Internet der Dinge sind die "Massenausforschungswaffen", mit denen der Angriffe auf die Privatsphäre stattfindet. Über die Konsequenzen dieser Entwicklung hielt Peter Hensinger, Mitglied im Diagnose-Funk-Vorstand, auf dem IBN-Kongress (Institut für Baubiologie & Nachhaltigkeit Neubeuern) 2015 in Rosenheim den Vortrag.

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Digitalismus: Gefangen und manipuliert im mobilen Dauerstress
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Das ist smart: Wenn das Fernsehgerät mithört

Samsung-Kunden wird in der EULA des Konzerns empfohlen, vor ihren smarten Fernsehern nicht über Privates zu sprechen, weil die Spracherkennung das Gesagte aufzeichnen und an die Server von Drittanbietern schicken könnte, die für die Verarbeitung der Sprachbefehle verantwortlich sind.

Genau heißt es im Text: “Please be aware that if your spoken words include personal or other sensitive information, that information will be among the data captured and transmitted to a third party through your use of Voice Recognition.” (Seien Sie sich bitte bewußt, dass wenn das Gesagte persönliche oder sensible Informationen enthält, diese Information Teil der erfassten Daten ist und durch die Spracherkennung an Drittanbieter weitergegeben wird.)

Samsung weist in den Nutzungsbedingungen darauf hin, dass dies nur gilt, wenn die Sprachsteuerung aktiviert ist.


Zitat

 Vielen Europäern wird zu ihrer großen Verblüffung klar, dass das Wort „Cloud“ in „Cloud Computing“ nur ein Euphemismus für einen „verborgenen Bunker in Idaho oder Utah“ ist.

Silicon Valley betreibt, aktualisiert und monetarisiert die Infrastruktur, während die NSA nach Belieben zugreifen kann. Jede Seite spezialisiert sich, und beide Seiten profitieren.

FAZ, Montag, 12.01.2015

 


Dein Smartphone ist ein Spion

Der ARD-Clip von Report München beweist, wie einfach ein Smartphone manipulierbar ist, um es als Spion zu nutzen. Bilder Videos, Mikrophone: alles ist von außen steuerbar, die Inhalte les- und auswertbar. Einfach anschauen.


Immer öfter werden "Stille SMS" gesendet

Die Berliner Innenbehörde hatten 2013 rund 250.000 heimliche Kurznachrichten verschickt. Im Jahr zuvor waren es noch 145.000. Laut SVZ.de werden auch in Mecklenburg-Vorpommern immer öfter "Stille SMS" versandt. 2013 sei die Maßnahme in rund 23.000 Fällen eingesetzt worden, im Vergleich zum Vorjahr eine Verdoppelung. Es habe sich um 322 Ermittlungsverfahren gehandelt, 2012 waren es noch 221. Die Zahl der Verdächtigen wurde jedoch nicht mitgeteilt. Auch ob der Verfassungsschutz heimliche Ortungsimpulse versendet, bleibt offen. Im Hebst hatte der Hamburger Senat ebenfalls einen Anstieg vermeldet. Wie viele Straftaten auf diese Weise ermittelt oder gar verhindert worden seien, konnte der Hamburger Senat allerdings nicht beantworten: Die benötigten Daten würden laut Telepolis "weder bei der Polizei noch bei der Staatsanwaltschaft gesondert statistisch erfasst". Auch auf Bundesebene werden immer häufiger „stille SMS“ zur Ortung geschickt. Verfassungsschutz, Bundespolizei, Bundeskriminalamt sowie die Behörden der Zollverwaltung haben laut „Telepolis„ im ersten Halbjahr 2013 bereits so viele "Stille SMS" verschickt wie im gesamten Jahr 2012. Neuere Zahlen liegen derzeit nicht vor, Angaben zum Bundesnachrichtendienst sind als geheim eingestuft. Auf wie viele Personen sich die Maßnahmen verteilen und welche Software genutzt wird, will die Bundesregierung nicht öffentlich mitteilen. Stille SMS sind eigentlich nur erlaubt, wenn andere Arten der Ermittlung nicht machbar oder erheblich erschwert sind. Die Häufungen lassen aber darauf schließen, das immer öfter das handy als Ortungswanze genutzt werde. Juristen warnen: Das Erzeugen von einer „Stillen SMS“ sei ein aktiver Vorgang und die erlangten Daten seien ein erheblicher Eingriff in die Grundrechte, so Juniorproffessor Tobias Singelnstein von der Freien Universität Berlin.

 

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41664/1.html http://www.svz.de

 

http://www.svz.de/mv-uebersicht/verbrecherjagd-per-handy-id6449761.html


Schweizer Bundesbahnen (SBB) sammeln mit Gratis-WLAN Nutzerdaten

Die Zeitung "20Minuten" berichtet am 18.11.2013: "Immer mehr Orte werden mit dem SBB Free Wi-Fi ausgestattet. Doch was ist schon gratis? «Wer das SBB-Angebot nutzt, zahlt mit seinen Daten», sagt ein IT-Rechts-spezialist. Bis Ende 2015 will die SBBan 100 Orten Gratis-WLAN anbieten. Wenige Bahnhöfe sind bereits mit dem sogenannten SBB Free Wi-Fi aus-gestattet. Doch das Angebot hat einen Haken: «Wer das SBB -Angebot nutzt, zahlt mit seinen Daten», sagt der auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanwalt Martin Steiger im «Tages-Anzeiger». Die SBB können damit die Handynummer, die Mac-Adresse zur Identifizierung des Endgeräts, Ort, Datum und Zeit der Nutzung erheben. «Die SBB können damit

umfangreiche Nutzungsund Bewegungsprofile erstellen », sagt Steiger. Das Okay dazu gibt der Nutzer mit einem Ja zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Steiger nennt das Geschäft einen Tauschhandel. «Da muss jeder

selbst wissen, ob er sich darauf einlässt.» " Dieser Bericht wirft ein Licht darauf, warum überall öffentliches WLAN eingerichtet werden soll. Die Verhaltensund Bewegungsdaten der SmartPhone und TabletPC Nutzer können abgegriffen werden, der gläserne Konsument wird so zur Realität.

http://www.20min.ch/digital/news/story/SBB-sammeln-mit- Gratis-WLAN-Nutzerdaten-18336537


Smartphones geben heimlich Nutzerinformationen preis

Der britische Fernsehsender Channel 4 brachte es an den Tag: Ein Smartphone kontaktiert heimlich 350.000 mal 315 Server über das Internet und das pro Tag. Auch im Stand by sendet das „intelligente“ Handgerät permanent Datenpakete. Laut T-Online.de haben die Fachleute innerhalb 24 Stunden 350.000 Verbindungen festgestellt, dabei wurden 144.000 Datenpakete verschickt. Ca. 35.000 Datenpakete gingen innerhaölb von 45 Minuten zu 76 Servern, in denen das Handy nicht genutzt wurde. Zitat t-Online.de: „45 Minuten also, in denen der Nutzer vermuten würde, dass sein Smartphone ruht.Tatsächlich sendete das Gerät aber zu jeder Zeit hunderte Daten an verschiedene Dienste“. Einige der installierten Smartphone-Apps sendeten die IMEI-Nummer des Handys ebenso wie der metergenaue Standort an Firmen-Datenbanken. Weiter zum Telekom.de-Artikel...


Hacker sind Dank Ihres Smartphone bestens über Sie informiert

  • Über UMTS: Hacker sind in der Lage, über UMTS die Lage der Funkzelle zu ermitteln
  • Die Web-Cam liefert ständig Bilder, die man zusammen setzen und auswerten kann. "Praktisch" ist , das Smartphones sehr oft zwei Kameras haben.
  • Über GPS können noch genauere Standortabfragen erfolgen.
  • Die Display-Sensoren erkennen Anschläge der PC-Tastatur
  • und das eingebaute Mikrophon hört ab.

Britische Grenzbeamte dürfen Handydaten abzapfen

Britische Grenzbeamte dürfen offenbar Einreisenden bei der Kontrolle am Grenzübertritt das Handy abnehmen und darauf befindliche Daten speichern. Laut einem Bericht des Telegraph können dabei Metadaten der Anrufe, SMS und E-Mails ebenso wie Photos und persönliche Kontakte gespeichert werden – und das so lange, wie es britische Behörden für nötig halten. Die Inhalte der erfassten Kommunikation seien dabei allerdings außen vor. Eine richterliche Verfügung sei dafür nicht nötig, wie der Telegraph ausführt. Mehr…

http://www.heise.de/mobil/meldung/Britische-Grenzbeamte-duerfen-Handydaten-abzapfen-1917839.html