Facebook, WhatsApp und Co.

Überdosis Facebook macht abhängig

Menschen, die Facebook exzessiv nutzen, verlieren zunehmend die Kontrolle über ihre Impulse und laufen Gefahr, abhängig zu werden. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der University at Albany, bei der die suchterzeugende Wirkung von sozialen Medien, im Speziellen die von Facebook, analysiert wurde.


Die Forscher untersuchten 292 kurz vor dem Abschluss stehende Studenten auf ihr Facebook-Verhalten. 90 Prozent der Probanden hatten einen Facebook-Account. 67 Prozent verfügten über eine Push-Benachrichtigung für eingehende Facebook-Nachrichten auf ihrem Smartphone. Diese Gruppe war es auch, die ihre Impulse nur unzulänglich kontrollieren konnte. Die Studenten hatten ein starkes Bedürfnis, die Facebook-Seite zu browsen und zeigten dabei auch Anzeichen von Sucht. So waren die Probanden leicht reizbar, wenn ein Zugang zum Netz außer Reichweite war. Dabei kann das Suchtverhalten auch auf andere Bereiche übergreifen. "Unsere Erkenntnisse zeigen, dass die gestörte Verwendung von Facebook und anderen sozialen Medien, ein Teil von einem Risikofaktoren-Cluster bildet, der die Anfälligkeit von Substanzen- und Nichtsubstanzensucht erhöht", erläutert Studienleiterin Julia Hormes.


Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass neuer Content im Newsfeed oder eine Benachrichtigung als eine Art Belohnung empfunden werden. "Nicht zu wissen, wann wieder neuer Content im Newsfeed erscheint, führt zum zwanghaften Verhalten der Facebook-User, immer wieder den Newsfeed zu kontrollieren", meint Hormes. Facebook mache es auch einfach für seine User, ständig mit der Plattform in Verbindung zu stehen, wie das Beispiel der Push-Benachrichtigungen bei mobilen Geräten zeige.


http://www.pressetext.com/news/20141217014



Smartphones rauben britischen Kindern den Schlaf Organisation empfiehlt Wecker statt Handy

Fast die Hälfte aller britischen Kinder im Unterstufenalter ist süchtig nach Smartphones - ein Umstand, der sogar zu Schlafproblemen führt. Die englische Charity-Organisation Tablets for Schools http://tabletsforschools.org.uk empfiehlt daher, Kindern als Wecker eher Alarmuhren zu kaufen, anstatt mit internetfähigen Geräten ins Bett zu gehen. Denn das Internet raubt - durch die damit verursachte Gehirnaktivität - den Schlaf.

Mädchen besonders betroffen

Die Organisation hat einen diesbezüglichen Ratgeber bereits an Schulen ausgeschickt, der Eltern empfiehlt, ihre Sprösslinge am Abend ohne Smartphones, Tablets oder Laptops ins Bett zu bringen. Das Dokument bezieht sich dabei auf eine Untersuchung unter 2.200 Schülern. Danach hat fast die Hälfte der befragten Kinder zugegeben, von den elektronischen Geräten mit Internetzugang kontrolliert zu werden.

  • Vier von zehn Kindern kommen kaum mehr ohne Smartphones oder Tablets zur Ruhe.
  • Zwei Drittel gaben zu, die Geräte mit Internetzugang nachts mit ins Bett zu nehmen.

Mädchen sind von der Sucht eher befallen (46 Prozent) als Jungen (36 Prozent). Ein zwölfjähriges Mädchen: "Mir wurde gesagt, dass ich süchtig nach dem Internet bin, und ich das Web gegenüber anderen Menschen bevorzuge."

 

Fünf-Punkte-Plan gegen Sucht

Tablets for Schools, die von Firmen wie Google, Sony, Samsung, Carphone Warehouse http://carphonewarehouse.com und Virgin Media http://virginmedia.com unterstützt wird und sich ursprünglich für Tablets in den britischen Klassenzimmern eingesetzt hat, will nun mit einem Fünf-Punkte-Plan die Kinder davor schützen, süchtig nach Smartphones und anderen Geräten mit Webzugang zu werden.

  • Erstens: "Schalte Deine Geräte 30 Minuten vor dem Schlafengehen aus und verwende Dein Smartphone nicht als Wecker."
  • Zweitens sollen sich die Kinder Zeitlimits für die Verwendung ihrer Internetgeräte setzen.
  • Drittens sollen Elter sicherstellen, dass die Geräte für bestimmte Zeiten innerhalb einer Woche oder eines Tages abgeschaltet bleiben.
  • Viertens sollen sich die Kinder gegen Langeweile Interessen oder Hobbys suchen.
  • Fünftens: Die Kinder sollen die Geräte beim Lernen abgeschaltet lassen.

Studie: Facebook-Nutzer sind schlecht gelaunt

Innsbruck. Facebook hat zurzeit eine Milliarde Nutzer, 650 Millionen User besuchen die Seite sogar täglich. Eine aktuelle Studie der Universität Innsbruck deckt auf: Das soziale Netzwerk sorgt für depressive Stimmung. Christina Sagioglou und Tobias Greitemeyer, zwei Forscher der Universität Innsbruck, haben in ihrer Studie herausgefunden, dass Facebook unglücklich macht. Je länger sich die Probanden mit dem „sozialen Netzwerk“ beschäftigten, desto schlechter wurde die Laune. Hauptgrund sei, das die Versuchspersonen das Gefühl hatten, ihre Zeit zu vergeuden. . „Unsere Ergebnisse zeigen, dass täglich hunderte Millionen Menschen Aktivitäten nachgehen, die sie als nicht sehr bedeutungsvoll einstufen, was wiederum ihre Stimmung trübt.“, erklären die Forscher in einem Bericht von Focus Online.

http://www.focus.de/digital/internet/facebook/soziale-netzwerke-miese-stimmung-studie-erklaert-warum-uns-facebook-runterzieht_id_3831681.html


Studie: Frustration und Einsamkeit

Darmstadt/Berlin. Die Forscher der Technischen Universität Darmstadt und der Humboldt-Universität zu Berlin untersuchten 600 Deutsche zu ihren Emotionen nach einem Facebook-Besuch. Ergebnis: Mehr als ein Drittel der Probanden gaben an, dass sie sich während und nach der Nutzung von Facebbok einsam, frustriert oder traurig fühlten. Als Ursache gaben die Befragten Neid auf die positiven Berichte ihrer Facebook-Kontakte an. Um sich besser zu fühlen, profilieren sie sich anschließend selbst auf Facebook – und wecken damit ihrerseits die Neidgefühle ihrer Facebook-Freunde.

http://www.hu-berlin.de/pr/pressemitteilungen/pm1301/pm_130121_00


20 Minuten Facebook am Tag fördern Essstörungen

Tallahassee (pte018/07.03.2014/13:09) - Nachdem Facebook über all die Jahre bereits für Depressionen, Isolation und Eifersucht verantwortlich gemacht wurde, zeigt nun eine neue Studie, dass weibliche Facbook-User auch ein größeres Risiko tragen, an Essstörungen zu erkranken. Die Forscher der Florida State University http://fsu.edu unter der Führung von Pamela Keel haben hierzu 960 Fälle ausgewertet. 20 Minuten Facebook-Konsum sollen bereits kritisch sein. Große Jagd auf "Likes" Den US-Wissenschaftlern nach ist die Wahrscheinlichkeit an Essstörungen zu leiden umso größer, je mehr Zeit User mit sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, Twitter und Co verbringen. Neben dem Zeitfaktor steigt das Risiko bei Frauen, die sehr bedacht waren, mehr "Likes" und Kommentare für ihre eigenen Posts zu erhalten. "Facebook stellt einen spaßigen Weg dar, mit Freunden Kontakt zu halten, aber es konfrontiert die Frauen auch mit dem dünnen Ideal, welches das Risiko für Essstörungen erhöht", meint Keel. Laut der Studie reichen schon 20 Minuten täglich im Facebook-Universum, um signifikant einem höheren Essstörungsrisiko zu unterliegen. Teufelskreis stellt sich ein Facebook vereint die Einflüsse von sozialen beziehungsweise Peer-Gruppen mit denen traditioneller Medien. "Jetzt sind es nicht nur Topmodels auf dem Cover von Hochglanzmagazinen, sondern deine Freunde, die sorgfältig ausgewählt Fotos ins Netz stellen, die sie von ihrer besten Seite zeigen." Neid und Konkurrenz führen laut den Fachleuten in einen Teufelskreislauf, der dabei zu schweren und lebensbedrohenden Essstörungen führen kann. "Essstörungen gehören zu denjenigen Krankheiten mit der höchsten Sterblichkeitsrate unter den psychischen Krankheiten", erklärt Keel. Um sich gegen diese Folgen von Facebook zu schützen, könnte aber auch eine App helfen, die Ernährungsvorsätze einzuhalten rät und den Fokus auf eine bewusste und gesunde Ernährung legt (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20131218002 ).


http://de.statista.com/infografik/1995/online-zeit-in-deutschland-nach-kategorien/
http://de.statista.com/infografik/1995/online-zeit-in-deutschland-nach-kategorien/

Zeitfresser Social Media

1.091 Millionen Stunden waren die Deutschen nach Angaben von comScore im September via PC online. Dabei entfiel mit Abstand die meiste Online-Zeit auf Seiten aus dem Bereich Social Media. Facebook, Twitter und Co. fesselte die Onliner hierzulande 191 Millionen Stunden an Bildschirm. Die beiden nächst zeitintensivsten Kategorien sind Services (157 Millionen Stunden) und Unterhaltung (147 Millionen Stunden). Das Thema Sport soll die Deutschen dagegen nur für zusammen genommen 12,8 Millionen Stunden beschäftigt haben.