Gesundheit

Brigitte Becker vom Diagnose-Funk Landesverband Niedersachsen/Bremen in einem Interview mit dem Sender Heimatlive.tv im Oktober 2011.

Mobilfunkstrahlung ungefährlich?

Hier finden Sie einige Aussagen und Forderungen behördlicher Stellen und Organisationen

(Aufzählung unvollständig).

WHO stuft die Strahlung von Mobilfunktelefonen als möglicherweise krebseregend ein, Mai 2011

Die International Agency for Research on Cancer (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Strahlung „von Mobiltelefonen möglicherweise als krebserregend für den Menschen (Gruppe2B), bezogen auf ein erhöhtes Risiko für ein Gliom, einer bösartigen Form von Hirntumor", ein. Die Formulierung „möglicherweise“ ist ein Kompromiss. An der Untersuchung des IARC haben 31 Wissenschaftler aus 14 Ländern mitgewirkt. Schwedische und israelische Wissenschaftler werden deutlicher: sie gehen von einem 2 bis 5 fachen Krebsrisiko für Vieltelefonierer aus. “Viel telefonieren“ ist definiert als eine halbe Stunde täglich! Bisher nutzte die Industrie die WHO als Kronzeuge für die Unbedenklichkeit der Strahlung. Damit hat es nun ein Ende.

 

Empfehlungen des Bundesamts für Strahlenschutz

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt, „die persönliche Strahlenbelastung durch hochfrequente, elektromagnetische Felder zu reduzieren, um etwaige gesundheitliche Risiken möglichst gering zu halten. „Bevorzugen Sie herkömmliche Kabelverbindungen, wenn auf den Einsatz von Bluetooth- oder WLAN-Lösungen verzichtet werden kann. Vermeiden Sie die Aufstellung von zentralen WLAN- Zugangspunkten in unmittelbarer Nähe der Orte, an denen sich Personen ständig aufhalten.“

 

Tipps zur Strahleminimierung 2014

Da die Nutzung von Smartphones in zunehmend jüngeren Jahren beginnt und die Forschung nie ausschließen kann, dass ein – wenn auch kleines – gesundheitliches Risiko besteht, rät Jung, folgende Tipps zu beachten, damit die Strahlenexposition möglichst gering bleibt:

  • Deaktivieren Sie beim Smartphone Ihres Kindes „Datenverbindungen über Mobilfunk“. Damit ist es telefonisch erreichbar und kann unterwegs offline spielen. Wer unbedingt auf dem Smartphone online spielen will, sollte das zuhause über eine WLAN-Verbindung tun. Bei WLAN ist die Sendeleistung in der Regel niedriger als bei den Mobilfunkstandards UMTS, GSM oder LTE.
  • Rufen Sie E-Mails nur bei Bedarf manuell ab.
  • Vermeiden Sie den Abruf von E-Mails, während Sie telefonieren. Je geringer der Hintergrunddatenverkehr, desto geringer die Strahlenbelastung.
  • Wenn Sie oder Ihr Kind das Smartphone am Körper tragen, achten Sie auf den vom Hersteller angegebenen Mindestabstand. Verwenden Sie das dazu mitgelieferte Tragezubehör.

Empfehlung der Bundesregierung, August 2008

„Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten, d.h. herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann.

 

Europarat fordert zum Umsteuern auf, Mai 2011

Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und lokale Angelegenheiten des Europarates fordert in einer einstimmig verabschiedeten Resolution „Die potentiellen Gefahren elektromagnetischer Felder und ihre Auswirkungen auf die Umwelt“ auch unterhalb der geltenden Grenzwerte, in der es um Mobilfunk und Radar geht, die Einhaltung des Vorsorgeprinzips. Man könne nicht so lange auf klinische und wissenschaftliche Beweise warten. Die Resolution wurde mit geringen Änderungen vom Ständigen Ausschuss des Europarates übernommen und verabschiedet.

 

EU-Parlament, April 2009

Das EU-Parlament fordert die Regierungen zur Grenzwertsenkung auf, weil angesichts der zunehmenden EMF-Belastung vor allem Kinder und Schwangere durch die Grenzwerte nicht mehr geschützt sind. (Beschluss 2008/2211)

 

Bayerischer Landtag fordert Verzicht von WLAN in Schulen

Schon am 22.03.2007 verabschiedete der bayerische Landtag die Empfehlung: „Die Schulen werden aufgefordert, auf drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) zu verzichten“. Der Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz des Bayerischen Landtages war der Auffassung, dass es nicht sinnvoll sei, Kinder und Jugendliche der Strahlenbelastung durch WLAN auszusetzen. Abgeordnete aller Fraktionen betonten, es gelte, mögliche Schäden in einer frühen Lebensphase unbedingt zu vermeiden.

 

Frankreich verbietet Handy- und WLAN an Volksschulen, Mai 2009

Auf Grund gesundheitlicher Bedenken verbietet Frankreich Handywerbung, die sich an Kinder unter 12 Jahren richtet sowie die Nutzung von WLAN und Handys an Grundschulen.

 

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Europäische Umweltagentur, September 2009

Die Europäische Umweltagentur (EUA) veröffentlicht auf Grund dieser Konferenzergebnisse eine zweite Frühwarnung: „Die Washingtoner Konferenz zu Mobiltelefonen hat gerade das aktuelle Beweismaterial zu den möglichen Gefahren im Zusammenhang mit Mobiltelefonen, insbesondere das mögliche Hirntumorrisiko, ausgewertet“...- „Die Beweislage für ein Hirntumorrisiko ausgehend von Mobiltelefonen, obwohl immer noch sehr begrenzt und stark bezweifelt, ist unglücklicherweise stärker als vor zwei Jahren, als wir erstmalig unsere Frühwarnung herausgaben.“ (Prof. J.McGlade, EUA-Direktorin). Die EUA beruft sich auf die Ergebnisse des BioInitiative-Reports.

 

ICEMS (Internationale Kommission für Elektromagnetische Sicherheit), Oktober 2010

Die ICEMS (Internationale Kommission für Elektromagnetische Sicherheit) veröffentlicht die Monografie „Nicht-thermische Effekte und Mechanismen der Wechselwirkung zwischen Elektromagnetischen Feldern und Lebewesen“ mit 25 Forschungsberichten, die schädigende Auswirkungen nachweisen. Der ICEMS gehören mehr als 40 weltweit führende Wissenschaftler an.