Kinder und Mobilfunk

Die Lüge der digitalen Bildung

Warum unsere Kinder das Lernen verlernen

 Lembke, Gerald, Leipner, Ingo, Redline-Verlag

 ISBN 978-3-86881-568-9

19.99 €

Im Morgenmagazin am 17.4.2015 sprach Prof. Dr. Lembke über Medienkompetenz und den Zeitpunkt für den richtigen Einsatz von Digitalen Medien in Schulen und Ausbildung. Sein Fazit: "Unter uns: Ich halte den frühen Einsatz für eine Katastrophe!".


Die zunehmende Digitalisierung macht auch vor unserem Bildungssystem nicht Halt – die Stimmen, die mehr Einsatz von digitalen Medien beim Lehren und Lernen fordern, werden immer lauter. Schon die Kleinsten sind an iPads gewöhnt, Schulen setzen immer mehr auf digitale Medien und bei der beruflichen Weiterbildung sind Tablets und digitale Whiteboards inzwischen üblich. Eine Entwicklung, die nicht nur Vorteile mit sich bringt – ganz im Gegenteil.

Gerald Lembke und Ingo Leipner zeigen die dunkle Seite der Ökonomisierung und Digitalisierung von Bildung. Kinder und Jugendliche entwickeln ein bulimieartiges Lernverhalten: Dinge werden schnell und kontextfrei auswendig gelernt, in der Prüfung »ausgekotzt« – und sofort wieder vergessen. Die Autoren belegen diese und andere Gefahren für unser Bildungssystem. Eine eindringliche Warnung – und ein Plädoyer für eine durchdachte Nutzung digitaler Medien.

https://www.m-vg.de/redline/shop/article/3645-die-luege-der-digitalen-bildung/



Internet-Sucht bedroht Japans Jugend

Schülerinnen an weiterführenden Schulen in Japan beschäftigen sich täglich rund sieben Stunden mit ihrem Mobiltelefon. Viele Jugendliche in dem Land sind einer Studie zufolge sogar mindestens 15 Stunden mit dem Handy online. Experten schlagen Alarm wegen der exzessiven Handy-Nutzung.

https://www.youtube.com/watch?v=qbbwM_rJhhE


Nutzung von Tablets schaden der sozialen Entwicklung

 Kleine Kinder werden laut Handelsblatt in ihrer sozialen Entwicklung beeinträchtigt, wenn sie häufig Smartphones, Tablets oder andere elektronische Medien nutzen. Mediziner der Boston University haben im Rahmen einer Studie untersucht, wie sich die Nutzung von mobilen Geräten auf die Psyche der Kinder auswirkt. Laut der Studie lernen die Kinder dabei kaum. Neben der sozialen leidet demnach auch die emotionale Entwicklung. Ebenso hemmt die Nutzung auch die sprachliche Entwicklung. Die haben aber auch schon Studien zuvor belegt, so die Studie weiter. Gleichzeitig haben die Kinder weniger Zeit für direkte zwischenmenschliche Kontakte, wenn sie häufig elektronische Medien nutzen. Andere Studien hätten bereits früher belegt, dass Kinder unter 30 Monaten am Bildschirm weniger lernen als durch Kontakt zu anderen Menschen. Sie seien erst im Vorschul- oder Schulalter überhaupt dazu in der Lage, mit interaktiven Medien richtig umzugehen - etwa um sinnvolle Verständnisübungen zu lösen, so der Bericht.Die Mediziner haben die Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift „Pediatrics“ veröffentlicht.

http://www.check24.de/mobilfunk/news/smartphone-nutzung-entwicklung-kinder-57965/

 


Frankreich: Kein WLAN in Kindergärten

Bericht aus "Die Welt": Elektromagnetische Strahlungen durch Handys oder Drahtlos-Netzwerke sind in Frankreich künftig besonders für Kinder etwas begrenzt. Das Parlament verabschiedete am Donnerstag in Paris endgültig einen Gesetzentwurf, den die Grünen dazu vorgelegt hatten. Darin werden unter anderem drahtlose WLAN-Verbindungen in Kindergärten verboten, nicht aber in Vorschulen für Kinder ab drei Jahren. Auch Werbung für Handys ohne Headset - dem Gerät zum Hören und Sprechen, ohne das Telefon direkt ans Ohr halten zu müssen - ist künftig untersagt.

http://www.welt.de/newsticker/news2/article136912017/Drahtlos-Netzwerke-in-Kindergaerten-in-Frankreich-verboten.html

 


Mütterlicher Handy-Gebrauch schadet Kindern

Mütter sollten, vor allem während der Mahlzeiten, das Handy weglegen - sonst berauben sie ihrer Kinder wichtige Interaktionen. Forscher der Boston University School of Medicine http://bumc.bu.edu haben festgestellt, dass viele verbale und nonverbale Kommunikationsakte verloren gehen, ebenso wie Ermutigungen durch die Mütter, wenn diese bei Tisch nicht auf ihr Mobiltelefon verzichten können. Interaktionen zwischen Eltern und Kindern während des Essens haben einen schützenden Effekt auf die Kinder, etwa in Bezug auf Übergewicht, Asthma und jugendliches Risikoverhalten. Wenn jedoch Mütter lieber Medieninhalte konsumieren oder mit nicht anwesenden Personen kommunizieren, statt mit dem eigenen Kind, werden die positiven Effekte des gemeinsamen Essens gemindert. Kommunikation eingeschränkt "Wir haben die Theorie, dass die Verwendung von mobilen Geräten mit einer verringerten Anzahl an mütterlichen verbalen und nonverbalen Interaktionen einhergeht, die durch eine verringerte Aufmerksamkeit gegenüber sozialen Hinweisen des Kindes ausgelöst werden, während der Blick und/oder die Aufmerksamkeit der Mutter auf das Gerät gerichtet ist", so Studienautorin Jenny Radesky. Schließlich kann die Konzentration allein schon dadurch gestört werden, wenn das Handy unbenutzt auf dem Tisch liegt.


Wenn Mütter ihre Handys während der Mahlzeiten verwendeten, zeigten sich 20 Prozent weniger verbale und 39 Prozent weniger nonverbale Kommunikationsakte mit dem Kind als bei Müttern, die auf Technologie beim Essen verzichteten. Außerdem ermutigten sie ihre Kinder weniger. Noch weniger zugänglich zeigten sich die technologieverliebten Mütter, wenn die Kinder mit neuen Nahrungsmitteln konfrontiert wurden, was für diese Stress auslösen kann, denn immer dann brauchen sie die mütterliche Aufmerksamkeit besonders.


Technologie-Gebrauch mit Tücken

"Während der Besitz und die Verwendung von mobilen Geräten fast weltumfassend werden, lassen sich wichtige Folgerungen aus diesen Ergebnissen ziehen - in Bezug darauf, wie Eltern ihre Aufmerksamkeit zwischen

Geräten und Interaktionen mit ihren Kindern im täglichen Leben und besonders

während der Mahlzeiten, die eine maßgebliche schützende Routine in der

Kindergesundheit darstellen, aufteilen sollten", so Radesky abschließend.


http://www.pressetext.com/news/20141211002


Smartphone Intensiv-Nutzer sind weniger leistungsfähig

Washington. Smartphone-User, die ihre mobilen Gadgets über Gebühr beanspruchen, sind ängstlich, unzufrieden und weniger leistungsfähig. Das haben Forscher der Kent State University  im Zuge ihrer aktuellen Untersuchung gezeigt. 454 US-amerikanische College-Studenten wurden zum Erleben ihrer Freizeit befragt und in drei Gruppen eingeteilt. Introvertierte seltene Nutzer, extrovertierte seltene Nutzer sowie häufige Nutzer.

Die Studie zeigt deutlich, dass jene Studierende, die ihr Smartphone intensiver nutzen, einen schlechteren Notenschnitt aufweisen und ängstlicher und unzufriedener sind als jene ihrer Kollegen, die ihr Smartphone seltener verwenden.

Offen bleibt allerdings, ob das Handy den Gemütszustand beeinträchtigt, oder ob umgekehrt Unzufriedenheit dazu führt, mehr Zeit vor dem Smartphone zu verbringen. Möglich auch, dass eine dritte Eigenschaft hinter beiden Phänomenen steckt.

http://www.kent.edu

http://www.pressetext.com/news/20141205016


Schon 12 Jährige pro Tag 1 Stunde online

Laut einer Bitkom-Studie von 2014 sind 12-13- Jährige Kinder täglich eine Stunde online. Die 14- 15 Jährigen verbringen schon über 90 Minuten im Netz. 85 % der 12 Jährigen besitzen dabei schon ein Smartphone. 78% schauen Videos, 42 % halten sich in sogenannten sozialen Netzwerken auf.

BITKOM-Studie über Kinder, Internet und Smartphones
BITKOM_PK_Kinder_und_Jugend_3_0.pdf
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Quelle: Schattauer Verlag
Quelle: Schattauer Verlag
Prof.Dr.Dr. Manfred Spitzer
Prof.Dr.Dr. Manfred Spitzer

Smartphones

Zu Risiken und Nebenwirkungen für Bildung, Sozialverhalten und Gesundheit

 

Der Neurologe Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer (Autor des Buches "Digitale Demenz") vom Universitätsklinikum Ulm erläutert in diesem Bericht anschaulich die potentiellen Gefahren durch ein Übermaß an Smartphone-Nutzung.

Smartphones Zu Risiken und Nebenwirkungen für Bildung, Sozialverhalten und gesundheit
Aus www.nervenheilkunde-online.de
Smartphones Spitzer Schattauer Verlag Ja
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Prof. Dr.Dr. Spitzer studierte gleichzeitig Medizin, Philosophie und Psychologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Nach dem Diplom in Psychologie und Promotionen in den beiden anderen Fächern, Medizin (1983) und Philosophie (1985), habilitierte er sich 1989 hier auch für das Fach Psychiatrie (Facharzt für Psychiatrie). Von 1990 bis 1997 war er an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg als Oberarzt tätig. Zweimal war er als Gastprofessor an der Harvard University; ein weiterer Forschungsaufenthalt führte ihn an das Institute for Cognitive and Decision Sciences der University of Oregon. 1997 wurde er auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Psychiatrie der Universität Ulm berufen und war damit der bis dato jüngste Professor der Psychiatrie Deutschlands. Kurze Zeit darauf wurde Spitzer Chefredakteur der Zeitschrift für interdisziplinäre Fortbildung Nervenheilkunde des Verlags Schattauer in Stuttgart, der seine Beiträge in Geist, Gehirn und Nervenheilkunde seit 2000 jährlich herausgibt.

Quelle: Wikipedia


BUNDmagazin 04/2013
BUNDmagazin 04/2013

BUND informiert über Kinder und Mobilfunk

Weihnachten steht vor der Türe, und damit der Wunschzettel der Kinder. Immer früher bekommen Kinder von ihren Eltern funkbasierte Geräte wie Mobiltelefone oder WLAN-Spielkonsolen. Schon für die Kleinsten gibt es ein wachsendes Angebot von »IToys « – Rasseln, Töpfchen oder Plüschtiere mit integ - rierten Smartphones und interaktiven Märchen-Apps. Geworben wird nicht nur für digitale Klassenzimmer (mit Smartboards und Tablet-PCs), sondern bereits für digitale Kindergärten. Kultusministerien unterstützen diese »Revolution der praktischen Bildungsarbeit« tatkräftig mit Broschüren. Der Neurologe Manfred Spitzer belegt mit Erkenntnissen der Hirnforschung: Statt der erhofften Lernerfolge tritt eher das Gegenteil ein. »Wenn es überhaupt einen Effekt gibt, dann ist dieser negativ. Wer gerade erst dabei ist, sich die Welt anzueignen, sollte sich unbedingt der realen Welt zuwenden.«

Kompletter Bericht als PDF-Download...


Auszug aus BUNDmagazin
Kinder und Mobilfunk
131113_bund_bundmagazin_04_2013_Ratgeber
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Strahlung vermeiden – acht Tipps

  • Nutzen Sie kabelgebundene Technik, ob zu Hause, in Kindergärten oder Schulen (schnurgebundene Telefone, Kabelverbindung ins Internet etc.).
  • Finger weg von funkenden Spielsachen und Lerngeräten schon für die Kleinen.
  • Eingeschaltete Handys nicht in Kinderbetten/-wägen legen oder nahe am Körper tragen; Headset nutzen.
  • Informieren Sie sich aus unabhängiger Quelle, wie digitale Geräte speziell auf Kinder und Jugendliche wirken. Mehr dazu: www.bund.net/elektrosmog
  • Vereinbaren Sie mit ihren Kindern Spiel- und Nutzungszeiten von digitalen Medien und kontrollieren Sie die installierten Programme.
  • Sind Sie auf funkbasierte Geräte angewiesen, nutzen Sie solche mit Abschalttechnik (auch um Strom zu sparen) und/oder senken Sie die Strahlungsleistung; deaktivieren Sie Funkverbindungen wann immer möglich (Flugmodus bei Handys/Tablet-PCs »ein«, WLAN- und Bluetooth-Optionen bei anderen Geräten »aus«).
  • Ermuntern Sie Kinder im Grünen zu spielen (Lager bauen, verstecken …):www.bund.net/umweltbildung
  • Genießen Sie Ihre Freizeit mit den Kindern, ohne ständig erreichbar zu sein.

 

Kompletter Artikel siehe Download


Belgien verbietet Handynutzung von Kindern unter 7 Jahren

Kinder und Mobilfunk

Die französische Regierung will zudem die Handyhersteller dazu verpflichten, Mobiltelefone nur noch mit Kopfhörern zu verkaufen, damit die Mobiltelefone nicht mehr direkt an den Kopf gehalten werden. Besorgniserregend fand das französische Umweltministerium, dass sich „die Nutzung von Mobiltelefonen unter Jugendlichen mit grosser Geschwindigkeit ausbreitet“ und diese gegenüber der Strahlung „sensibler sind, da sich ihre Körper noch in Entwicklung befinden.“

Gemäss „The Independent“ ist Frankreich somit das erste Land, das eine derart gross angelegte Kampagne gegen die möglichen Gefahren der Handystrahlung durchführt, nachdem sich internationale Warnungen gehäuft hatten. Vor allem die russische Strahlenschutzkommission hat in einem zu wenig beachteten Appell auf die hohen Risiken durch Mobilfunkstrahlung bei Kindern hingewiesen und sieht die kommenden Generationen in Gefahr.

Auch EU-Parlament fordert Anpassung der Grenzwerte
Die französische Kampagne setzt mit ihrem Vorgehen, erstmals die Forderungen des EU-Parlaments um, welches im vergangenen September festgestellt hatte, dass es eine Anpassung der Grenzwerte braucht. In einer Zwischenbewertung des EU-Aktionsplans zu Gesundheit und Umwelt wurde dargelegt, dass sie weder die rasant voranschreitende Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien, noch das Problem besonders schutzbedürftiger Gruppen, wie Schwangerer, Neugeborener und Kinder, berücksichtigen würden.

Schwedische Forschung belegt Gefahren
Alarmierend sind ebenso Ergebnisse einer wissenschaftlichen Forschung aus Schweden, wonach Kinder und Jugendliche durch die Benutzung von Handys einem fünfmal höherem Risiko ausgesetzt sind an einem Hirntumor zu erkranken. Prof. Lennart Hardell von der Uniklinik in Orebro, Schweden hat auf einer Konferenz über die Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit referiert. Handynutzer unter 20 Jahren können in ihrem späteren Leben an Gehirntumoren, Gliomen und Neuromen erkranken.


Besonders schutzbedürftig: Kinder und Jugendliche

Foto:BUND
Foto:BUND
Immer mehr unterschiedliche elektronische Geräte wie Fernseher, Radiowecker, PCs, Computerspiele auf WLAN- oder Bluetooth-Basis, halten Einzug in Kinder- und Jugendzimmer. Die Nutzerinnen und Nutzer werden immer jünger. WLAN-Netze werden in Schulen aufgebaut, um am vermeintlichen Puls der Zeit zu sein. Drahtlose Babyphone und Spielzeuge gibt es schon für die Allerkleinsten.

Drahtlose Funknetze wie WLAN: gesundheitliche Schäden auf Dauer nicht auszuschließen.

Eltern gehen von der falschen Annahme aus, dass gesetzlich festgelegte Grenzwerte für elektromagnetische Felder ausreichend Schutz vor Gesundheitsstörungen bieten. Die Werbung zeigt glückliche Familien und suggeriert, dass die Nutzung von Babyphones, Smartphones, Schnurlostelefonen (DECT), mobilen Internetsticks, funkbasierten Stereoanlagen und ähnlichen Geräten völlig sicher und harmlos sei...Weiterlesen auf BUND-Homepage

http://tinyurl.com/lm8h9y2

Die Gefährdung und Schädigung von Kindern durch Mobilfunk

DIN A 4 Broschüre der Kompetentinitiaitive

Die Gefährdung und Schädigung von Kindern durch Mobilfunk
heft2_kinder-broschuere_screen.pdf
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Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk:

Warum wir zum Schutz der Kinder tätig werden müssen

DIN A 4 Broschüre der Kompetenzinitiative

Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk: Warum wir zum Schutz der Kinder tätig werden müssen
ki_heft-7_web.pdf
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Wie empfindlich reagieren die Gene auf Mobilfunk
Wie empfindlich reagieren die Gene auf Mobilfunk

Wie empfindlich reagieren die Gene auf Mobilfunkstrahlung

DIN A 4 Broschüre der Kompetenzinitiative

Wie empfindlich reagieren die Gene auf Mobilfunkstrahlung
heft3_gene-broschuere_screen.pdf
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