Tablets in der Schule

Englische Privatschule verbietet Handy und Internet

Kinder, die Smartphone und Tablets nutzen, können sich schlechter konzentrieren, schweifen schneller ab und langweilen sich schneller. Deshalb sind diese Medien auf der teuren Privatschule Acorn School jüngeren Kindern untersagt.

Droht uns bald eine Zweiklassengesellschaft? in der erstenKlasse werden die intelligenten Kinder wohlhabender Eltern gelehrt und sozialisiert, und in der anderen Klasse, in der Kinder aus prekären Verhältnissen mit gratis-WLAN dumm und gefügig gehalten werden?

http://thelondonacornschool.co.uk/


Kein WLAN im Gymnasium in Weilheim

Artikel aus Merkur Online: Über die Auswirkungen der Strahlungen auf den menschlichen Körper, erhöhte Herzfrequenz, Veränderungen im Blutbild und bei den Hirnströmen, sprach Kreisrat Hans Schütz (Grüne, Peiting), der zwar nicht dem Ausschuss angehört, aber dem eine Rederecht eingeräumt wurde. Schütz, der überregional als Experte in Sachen „Mobilfunk“ gilt, erinnerte auch daran, dass der Landkreis eine Handynutzungsverbot an Schulen erlassen habe. Mit einer Genehmigung für das Pilotprojekt in einem Raum des Gymnasiums würde dies unterlaufen. Die Auswirkungen auf den Körper seien erwiesen, ob dies auch schädliche Auswirkungen auf den Organismus hat, indes nicht. Susan Enders (Freie Wähler, Weilheim), verglich die Nutzung von WLAN mit dem Einsatz von Pestiziden. Der Landkreis habe die Aufgabe, die Gesundheit der Kinder zu schützen. Zudem gebe es andere Möglichkeiten, das Internet zu nutzen als über Funk. http://www.merkur-online.de/lokales/weilheim/weilheim/kein-wlan-gymnasium-weilheim-4682016.html


Foto: Matt Buchanan
Foto: Matt Buchanan

Tablets in der Schule

HR-Online: "Überraschendes Ergebnis beim Tablet-Versuch an Wiesbadener

Gymnasien: Die Schüler sahen den Computer-Einsatz am Ende kritischer als die Lehrer. Es gab Schüler, die sich zurück nach Papier und Bleistift gesehnt hätten, sagt Professor Stefan Aufenanger im Interview."


Israelisches Bildungsministerium gibt Richtlinien zur Begrenzung von WLAN in Schulen heraus

Das israelische Bildungsministerium hat eine Reihe neuer Richtlinien herausgegeben, die verhindern, dass kabellose Netzwerke in Klassenzimmern installiert werden, in denen Vorschulkinder unterrichtet werden. Außerdem wird dadurch der Umfang der WLAN-Nutzung bei der ersten bis zur dritten Klasse begrenzt. Um eine unnötige Exposition zu vermeiden, werden Lehrer dazu aufgefordert, alle Geräte, wie Handys und WLAN-Router, von denen Hochfrequenzstrahlung ausgeht, auszuschalten, während sie nicht für Unterrichtszwecke benötigt werden. Quelle: Diagnose Funk


Dumm durch Tablets?

Digitale Medien wie Computer, Smartphones und Spielekonsolen verändern zweifellos unser Leben. Nicht wenige Menschen sagen, man solle unsere Kinder frühzeitig an diese Medien gewöhnen, da sie zu unserem Alltag gehören. Alkohol und Nikotin gehören auch zu unserem Alltag, doch kommt niemand auf die Idee, sie dreizehnjährigen Kindern zu verabreichen, damit sie für das spätere Erwachsenendasein gewappnet sind.

 

Tablets sind erst kurz auf dem Markt und sollen jetzt den Unterricht bereichern. Es gibt keine Studien, die belegen, dass der Umgang mit dem Tablet-PC tatsächlich das Lernen verbessern oder fördern könnte. Die Verfügbarkeit von Computern verbessert nicht die Leistung in der Schule, laut Pisa-Studie ist das Gegenteil eher der Fall. Warum also der Hype um die IPads?

 

Riesen Gewinne durch "Paducation"

Seit geraumer Zeit versuchen die Unternehmen Apple, Microsoft und Google auf dem Schulsektor Fuß zu fassen, denn der Wachstumsmarkt „Paducation“ ist riesig. Marktführer ist Apple mit seinem iPad. Der Grund des Engagements der Computer-Industrie liegt nahe: Zum einen kann man große Mengen an Hardware absetzen zum zweiten wird die Markenbindung der jungen Menschen gefördert. Im Drogenmilieu nennt man das anfixen.

Etwa 250 000 Vierzehn- bis Vierundzwanzigjährige gelten laut Suchtbeauftragter der Bundesregierung als internetabhängig, weitere 1,4 Millionen als problematische Internetnutzer. Die digitale Mediennutzung von Neuntklässlern im Jahr 2009, also noch vor dem Smartphone- und Tablet-Boom, lag bei über sieben Stunden täglich. Welche Auswirkungen dieser Medienkonsum haben wird, ist noch nicht abzusehen, aber immer öfter fällt das Schlagwort „Digitale Demenz“.

 

Strahlenbelastung wird sich erhöhen

Ein weiterer Einwand gegen Tablet-PCs im Unterricht ist die Strahlenbelastung im Klassenzimmer. Schon 2007 hatte der Bayerische Landtag den Verzicht auf WLAN in Schulen auf Grund der Strahlenbelastung empfohlen. Muss man fürchten, dass das bayerische Abitur schon bald nur noch mittelmäßig sein wird. Ich glaube nicht. Frankreich hat 2009 Handys und WLAN für Kinder unter zwölf Jahren wegen der Gefahr der gesundheitlichen Belastung verboten. Selbst das Deutsche Bundesamt für Strahlenschutz schreibt in seiner Broschüre für den Schulunterricht, dass elektromagnetisch Felder wie sie durch WLAN und Handystrahlung entstehen, gesundheitsschädlich seien können.

Natürlich kann man mit diesen kleinen handlichen Computern schöne Dinge tun: spielen zum Beispiel, mit Abstrichen sogar musizieren, Filme anschauen, sich im Internet aufhalten und sogenannte soziale Netzwerke besuchen. Im Unterricht haben diese digitalen Geräte allerdings nichts verloren. Die Welt ist analog, und auf diese Welt sollten wir unsere Kinder vorbereiten.


Tablets und WLAN in der Schule

WLAN in der Schule
Sonderdruck der Bürgerwelle
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