Wie sind die Grenzwerte entstanden?

In der deutschen Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BImSchV) sind die Grenzwerte für hochfrequente elektromagnetische Strahlung in der Einheit des elektrischen Feldes in Volt pro Meter [V/m] angegeben. Diese ist in der Schweiz, in Frankreich und Italien die offizielle Einheit und allgemein gebräuchlich. In den angelsächsischen Ländern sowie in Deutschland und Österreich ist die Leistungsdichte in Watt/m² die allgemein gebräuchliche Einheit, hier vor allem Mikrowatt/m² [µW/m²] .  Sie gelten für die Mitte des Downlink- Frequenzbandes (Basisstationen).

Schützen uns die Grenzwerte?

Nein, Die Werte sagen nichts über biologische Wirkungenen aus. Der Begriff Grenzwert vermittelt zwar Sicherheit, bei der Mobilfunkstrahlung ist es jedoch nicht so. Er bezieht sich allein auf die Erwärmung des Gewebes, den sogenannten thermischen Effekten. Die athermischen Effekte wie Zellschädigungen und DNA-Brüche werden nicht berücksichtigt.

Schon weit unterhalb des Grenzwertes treten Gesundheitsstörungen auf. Er berücksichtigt auch nicht die gepulste Mikrowellenstrahlung, sondern nur die ungepulste Strahlung. Die Richtlinien ( ICNIRP ) selbst sagen aus, dass der Grenzwert nur vor „kurzfristigen, unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen“ durch „erhöhte Gewebetemperaturen“ schützt.

Der Grenzwert in Deutschlandfür die UMTS-Strahlung beträgt 10 000 000 Mikrowatt/m² und wurde durch Messungen am toten Gewebe festgelegt.

Grenzwerte in Deutschland nach 26.BImSchV

Funkart
µW/m² V/m
LTE 800 MHz 4.000.000 39
LTE 2600 MHz (2,6 GHz)
13.300.000
71
UMTS 2.100 MHz  (2.1 GHz) 10.700.000 64
GSM 900 (D-Netz) 4.700.000 42
GSM 1800 (E-Netz) 9.200.000 59

Grenzwerte Italien und Schweiz

  µW/m² V/m
Wohnbereich 100.000 6
Sonstiges:
Summe aller HF-Quellen ICNIRP-Grenzwert    

Weitere Richtwerte bzw. Vorsorgewerte

  µW/m² V/m
Salzburg 1998
1.000
0,6
Salzburg 2002 außen 10
0,06
Salzburg 2002 innen 1 0,02
Baubiologie Schlafbereich 0,1 0,006

Der Öko-Test definiert in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Baubiologen Strahlungsstärken unter 10 μW/m² als relativ niedrige Belastung, 10-100 μW/m² als mittlere und über 100 μW/m² als hohe Belastung. 10 μW/m² sollten vorsorglich, speziell wenn es um dauerhafte Einwirkungen geht, nicht überschritten werden, um biologische Risiken niedrig zu halten. Für Sensible, Kinder und Kranke sowie für Schlaf- und Regenerationsbereiche sollten noch niedrigere Werte angestrebt werden.

Grenzwerte
Brochure der Bürgerwelle
MF_05.11_Sonderdruck_Grenzwerte_2-2010.p
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Broschüre der Kompezentinitiative

Warum Grenzwerte schädigen, nicht schützen - aber aufrechterhalten werden. Beweise eines wissenschaftlichen und politischen Skandals Mit Beiträgen von Franz Adlkofer, Karl Hecht, Lebrecht von Klitzing, Klaus Kniep, Wilhelm Mosgoeller, Karl Richter, Hans-Christoph Scheiner, Ulrich Warnke. Renommierte Wissenschaftler stellen in acht Beiträgen unter medizinisch- biowissenschaftlichen, juristischen und sozialwissenschaftlichen Aspekten dar, warum ein Umsteuern in der Mobilfunkpolitik dringend geboten ist.

 

http://www.kompetenzinitiative.net/broschuerenreihe/warum-grenzwerte-schaedigen-nicht-schuetzen/index.html

Warum Grenzwerte nicht schützen
heft4_grenzwert-broschuere_screen.pdf
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