Hochspannungsfreilandleitungen

BUND Positionspapier zu Freilandleitungen
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Energiewende ohne SuedLink-Trasse

Tenor des Monitorberichts vom Februar 2014 zu den geplanten Stromtrassen: Die Energiewende hat damit gar nichts zu tun.

https://www.youtube.com/watch?v=_nRWpMxjUXw


Martin Molitor
Martin Molitor

Erdkabel-Lösung Minimaler Elektrosmog

Absolute Katastrophenfestigkeit, günstige Produktionskosten und vollständige Recyclingfähigkeit sind weitere Merkmale, die diese neuartige Technologie charakterisieren, verspricht Professor Martin Molitor von der Universität Magdeburg, der diese Technik maßgeblich entwickelt. Er sagt: „Das System soll quasi wartungsfrei für circa 50 Jahre betrieben werden können. Und durch den Aufbau eines geschlossenen Stahlmantels sind die äußeren Magnetfelder minimal, so dass in zwei Metern Entfernung auch kein nennenswerter Elektro­smog zu erwarten ist.“

Quelle: http://www.salzburger-fenster.at


Freileitungen brauche man heutzutage nämlich nicht mehr

"Es ist überhaupt nicht einzusehen, weshalb die Energiewende an fehlenden Stromtrassen scheitern sollte. Freileitungen brauchte man heutzutage nämlich nicht mehr", sagt Martin Molitor. In der Tat: Die hässlichen Masten, über die Spannungen zwischen 110 und 380 Kilovolt mit vielfach erheblichen Magnetfeldern laufen, will Molitor durch unterirdische Strom-Highways ersetzen. Die unterscheiden sich deutlich von den bisher vergrabenen teuren Erdkabeln. Denn auch diese erzeugen aufgrund mangelnder Abschirmung erhebliche magnetische Felder, die gesundheitsschädlich sein können. Demzufolge sind auch sie umstritten, auch ihre Genehmigungsverfahren sind lang. Das Projekt erklärt Martin Molitor so: "Unsere Strom-Pipelines ähneln mittelgroßen Gasröhren, die jedermann kennt. In ihnen liegen zwei oder drei dicke Stromkabel. Nur sind diese in eine Mischung aus Kies, Sand und Epoxidharz eingegossen und mit Stahl ummantelt. Die sind dann so fest, da kann man mit dem Bagger darüberfahren, ohne dass etwas passiert. Magnetische Felder gibt es wegen des geschlossenen Stahlmantels auch nicht." Das heißt: Solche Stromröhren könnte man auch durch Wohn- oder Naturschutzgebiete legen. Menschen würden nicht gefährdet, das Landschaftsbild nicht beeinflusst. Und katastrophensicher wären sie auch noch - keine Blackouts mehr durch Stürme oder Hochwasser. "Die Verlegung ist ganz einfach und geht schnell. Die Leitungsstränge lassen sich kontinuierlich vor Ort wickeln, in das Mineralgemisch eingießen, die Röhren werden verschweißt - fertig."


Foto: Andzrej Barabasz
Foto: Andzrej Barabasz

Gabriel: Windenergie braucht keine neuen Stromtrassen

(rb) Hannover. Sigmar Gabriel hat sich zur Freude der kommunalen Spitzenverbände dagegen ausgesprochen, für den Ausbau der Windenergie neue Strom-Freileitungen zu bauen. In einem Schreiben an den Deutschen Städte- und Gemeindebund warnt Gabriel vor überstürzten Entscheidungen zum Bau neuer oberirdischer Stromtrassen. Mittelfristig könne eine hohe Versorgungssicherheit in Deutschland auch durch die Optimierung bestehender Trassen gewährleistet werden. Der Minister unterrichtete den kommunalen Spitzenverband in diesem Zusammenhang über das geplante Infrastruktur-Planungs-Beschleunigungsgesetz, das Anreize für Netzbetreiber schaffen soll, den erforderlichen Netzausbau zumindest in bestimmten Gebieten in Form von Erdkabeln den Vorzug zu geben. Vor diesem Hintergrund hat der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund die Landesregierung aufgefordert, die bereits laufenden Planungen für Freileitungen bis zu Verabschiedung des von Gabriel genannten Gesetzes zurückzustellen.

Aus Rundblick Nordreport, 2006, Gabriel war damals Bundesumweltminister


Foto:SPD-Fraktion Susie Knoll, Florian Jänicke
Foto:SPD-Fraktion Susie Knoll, Florian Jänicke

Dr. Priesmeier, SPD, MdB: „Starkstromtrasse unter die Erde!“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Wilhelm Priesmeier hat in der Debatte um die geplante Höchstspannungstrasse durch Südniedersachsen klar Stellung bezogen: „Die geplante Starkstromleitung gehört unter die Erde! Mit der gasisolierten Rohrleitung steht uns eine Technik zur Verfügung, die sowohl hinsichtlich des Schutzes vor elektromagnetischer Strahlung wie auch des Landschaftsschutzes den herkömmlichen Freileitungen überlegen ist.“ Die von Dr. Priesmeier favorisierte Technik erfordert deutlich höhere Investitionen als die bisher geplante Überlandleitung. Doch dies lässt der Abgeordnete nicht als einziges Argument in der Auseinandersetzung gelten: „Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Berechnungen der E.ON nur auf betriebswirtschaftliche Zahlen abzielen. Prozesse gebaut werden kann.“.

Aus Pressemitteilung des Abgeordneten, 2007

Pressemeldung Dr. Priesmeier, SPD
070521_Priesmeier_MdB_starkstromleitung_
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Zitat:

„Unterirdische Kabel sind deutlich weniger störanfällig als Freileitungen und zudem weitgehend wartungsfrei“, erklärt Hans Straub, Projektleiter beim E.ON Bayern-Netzcenter in Schweinfurt.

http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Fuer-die-Einspeisung-erneuerbarer-Energien;art772,6514472


Zitat:

Durch sog. "Elektrosmog" gehen von Freileitungen erhebliche Gesundheitsrisiken aus. In Deutschland ist dabei der Grenzwert in direkter Nähe von Wohnbebauung mit 100 Mikrotesla 500 Mal höher als die Empfehlungen des US-amerikanischen Rates für Strahlenschutz und der Verbraucherzentralen Deutschland (0,2 Mikrotesla).

http://www.pro-erdkabel-neuss.de/argumente-gegen-ueberlandleitungen.html


Zitat:

Freileitungen verursachen unnötige Energieverluste beim Energietransport.10-20% der eingespeisten Energie gehen bei Freileitungen auf dem Transport verloren. Dieser Verlust muss durch sinnlose Mehrproduktion ausgeglichen werden. In der Folge erhöht sich der Ausstoß von Kohlendioxid. Umgerechnet auf einen Kilometer Höchstspannungsleitung sind dies 971 Tonnen unnötiges CO2 pro Jahr. Bei den in Deutschland geplanten 850 Kilometer dieser Leitungen würden pro Jahr fast 800.000 Tonnen CO2 jährlich anfallen. Dies könnte mit einfachen Mitteln vermieden werden. Moderne Gleichstromleitungen mit der HVDC-light-Technik haben zum Beispiel inklusive Umrichterstationen nur bis zu 5% Verlust.

http://www.pro-erdkabel-neuss.de/argumente-gegen-ueberlandleitungen.html


Foto AG Gymnasium Melle, CC-BY-SA 3.0
Foto AG Gymnasium Melle, CC-BY-SA 3.0

Belastungen von Mensch und Natur minimieren – Hochspannungsleitungen unterirdisch verlegen

Die unterirdische Verlegung bietet gegenüber Hochspannungsfreileitungen gravierende Vorteile: Mögliche Gesundheitsbelastungen durch Elektrosmog werden minimiert, Wertminderungen an privaten Immobilien vermieden und Eingriffe in Natur und Landschaft deutlich vermindert. Aufgrund geringerer Leitungsverluste tragen Erdkabel oder Gasisolierte Leitungen (GIL) erheblich zur Stromeinsparung und damit zum Klimaschutz bei.

Aus Antrag Bündis 90/Die GRÜNEN, 2007

070529_buendnis_gruene.pdf
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Resolution Erdkabel statt Freileitungen

Der NABU forderte in einer Resolution 2007 in Niedersachsen den Einsatz naturschonender Technik zum Stromtransport

Resolution des NABU
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