Straßenlaternen zu Mobilfunkantennen

Der Telekom-Ausrüster Ericsson will gemeinsam mit Philips Straßenlaternen in Mobilfunkmasten verwandeln. Wer aber glaubt, es handele sich hier um die richtungsweisende Art des VLC, des lichtbasierenden Datentransports via LED, der sieht sich getäuscht. Zwar werden diese Laternen mit stromsparenden LED-Lampen ausgestattet, die Sendeanlagen in den Laternenmasten bleiben aber weiterhin konventionell elektromagnetisch strahlend und digital gepulst.

 

"Wir glauben, dass Städte in Zukunft viel mehr Mobilfunkabdeckung brauchen", sagte Ericsson-Chef Hans Vestberg laut DPA-Meldung auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona und ergänzt:

"Es wird immer schwerer, in Städten Plätze auf Dächern zu bekommen“.

Die beiden Unternehmen wollen schon 2014 in nordamerikanischen Städten mit dem Ausbau beginnen. Es gebe allerdings Gespräche mit Städten in anderen Teilen der Welt. Die Laternen sollen mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet sein. Die Infrastruktur, die den Handyempfang in Deutschland ermöglicht, benötigt eine Unmenge an Energie. Aktuell (2012) verschlingt die Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland allein um die zehn Terawattstunden pro Jahr – das entspricht rund einem Zehntel der Jahresproduktion aller deutschen Kernkraftwerke oder anders dargestellt: Damit könnte man 2,3 Millionen Drei- Personenhaushalte ein Jahr mit Strom versorgen.