Smart Meter (Smart Grid)

Der Widerstand wächst in Amerika

Die Anti-Smart Meter-Bewegung wächst so rasant wie das Smart-Meter-Netz. Mittlerweile hat sie sogar ihren eigenen Film: "Take Back Your Power" von Regisseur Josh del Sol. Der Filmemacher dokumentiert die Aktionen der Aktivisten, spricht mit Experten und versucht - vergeblich - Stellungnahmen der Energieversorger zu bekommen. Josh del Sol, der in der Nähe von Seattle lebt, schätzt, dass mittlerweile eine Million Menschen der Bewegung in ganz Nordamerika angehören, es gebe Aktivistengruppen in mehr als 40 Staaten. "Einige Gegenden sind sehr aktiv", sagt del Sol, "zum Beispiel British Columbia, wo von 1,8 Millionen Haushalten 200.000 den Smart-Meter-Einbau verweigert haben."

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/anti-smart-meter-bewegung-widerstand-gegen-intelligente-stromzaehler-a-984085.html

Intelligente Stromzähler haben keinen Kundennutzen

Die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) haben in den vergangenen dreieinhalb Jahren intelligente Stromzähler getestet. Einer Bilanz zufolge haben diese für die Kunden lediglich einen geringen Nutzen. Stromspareffekte der Kunden seien dabei nur gering gewesen, erläutern die CKW in ihrer Medienmitteilung. Neben der geringen Stromspareffekten konnten auch darüber hinaus keine wesentlichen Vorteile für die Kunden festgestellt werden. Die CKW verweisen darauf, dass nur die Kunden einen Vorteil hatten, die sich intensiv mit ihrem Stromverbrauchsverhalten auseinander gesetzt haben. Aber selbst diese konnten maximal 3 Prozent an Einsparungen verbuchen. Das entspricht bei einem durchschnittlichen Haushalt nicht einmal 30 Franken pro Jahr. http://www.cleantech.ch/rubriken/energie-kohlendioxid/artikel/news/2014/01/13/intelligente-stromzaehler-haben-keinen-kundennutzen/


Keine Smart Meter-Pflicht in Österreich

In Österreich müssen Stromkunden Smart Meter Zähler nicht nehmen! In dem jetzt beschlossenen Gesetz wurde ausdrücklich ein Recht des Kunden eingebaut, dass es ihm gestattet, den Austausch des Zählers auf die neueste Technologie - und damit der Fernüberwachung und 15 Minuten-Takt Auslesung des Stromverbrauchs - zu verweigern. Weiterlesen...


Smart Meter
Wie strahlen die "intelligenten" Strommessgeräte wirklich?
df_fb_stromzaehler_2011-08-31_web.pdf
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Multical 21: Alle 16 Sekunden wird gefunkt

2012 informierte der Zweckverband Gruppenwasserwerk Florenberg im Künzeller Gemeindeblatt über den Austausch von Wasserzählern. Begründet wurde dies unter anderem mit den Vorteilen der Kostenersparnis, damit das Wasser auch in Zukunft preiswert bleibe. Die Eichdauer werde so auf 15 Jahre erhöht, was Kosten einsparen soll. Gemessen werde mit Ultraschall, so die Aussage des Zweckverbandes. Soweit so gut, könnte man meinen. Was in der Ankündigung im Gemeindeblatt komplett fehlt, ist die Tatsache, dass die neuen Zähler der Marke Kamstrup „Multical 21“ per Mobilfunk die Daten übertragen. Auf der Homepage des Unternehmens Kamstrup wird es dann deutlicher:

Betriebsleiter Stephan Hahn Gruppenwasserwerk Florenberg: " Der kompakte Wasserzähler vom Typ MULTICAL 21 misst den Verbrauch mit äußerst präzisem Ultraschallprinzip , die Daten werden mittels integriertem Logger zwischengespeichert und die Verbrauchsdaten via Funk Stichtags genau schnell und effizient durch eigenes Personal im Vorbeifahren ausgelesen und danach direkt in das eigene Abrechnungssystem zur Weiterverarbeitung und Abrechnung übertragen.

Der Text und das Wort „Stichtag“ lässt vermuten, dass das Gerät nur einmal im Jahr sendet, was dann auch die Kostenersparnis erklärt, denn die Arbeitnehmer, die bisher einmal jährlich zum Ablesen ins Haus kamen, sind dann obsolet. Einmal im Jahr eine Funkmeldung ist doch vertretbar, denkt man. Tatsächlich funkt aber der Multical 21 sehr viel öfter, nämlich alle 16 Sekunden. Alle 16 Sekunden wird laut Informationsblatt vom Hersteller Kamstrup ein Datenpaket übermittelt und zwar im Frequenzbereich 868 MHz. Der Sender schaltet sich automatisch ein, sobald der erste Wasserverbrauch stattfindet.

Zitat Homepage Kamstrup: Der MULTICAL 21 Wasserzähler enthält ein Funkmodul, das die Daten über den allgemeinen Wireless M-Bus Standard an den Empfänger sendet. Alle 16 Sekunden wird ein Datenpaket übermittelt.

Darüber wurden die Verbraucher nicht unterrichtet. Für Menschen, die Elektrohypersensibel sind, können sogenannte „Smart Meter“ zur Hölle werden. Auch wenn man selbst im eigenen Haus alle funkemittierenden Geräte verbannt hat, ist man vor Elektrosmog also nicht sicher, zumal der Zweckverband Gruppenwasserwerk Florenberg keine Alternative zur Funktechnologie anbietet.